BBV

Bayerischer Beizjäger Verband e.V.

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Der VerbandEin Verband für Falkner und Greifvogelfreunde

BBV - Bayerischer Beizjägerverand e.V.Seine Tätigkeit erstreckt sich in erster Linie auf den bayerischen Raum, jedoch mit internationalem Interessen. Zweck des Vereins ist es, gemeinnützig für den Natur- und Artenschutz zu werben, insbesondere für die Erhaltung der Greifvogelpopulation einzutreten und die traditionsreiche Beizjagd zu pflegen.

Die Falknerei ist im Jagdrecht grundsätzlich geregelt. "Wer die Jagd mit Greifvögeln (Beizjagd) ausüben will, muss einen auf seinen Namen lautenden Falknerjagdschein mit sich führen". Wer die Beizjagd ausüben will, muss zusätzlich zur Jägerprüfung eine Falknerprüfung bestanden haben (§ 15 BJG).

Die Haltung von Wanderfalke, Habicht und Steinadler setzt den Falknerjagdschein voraus.

Die Ausübung der Beizjagd auf Wild, welches dem Jagdrecht unterliegt, erfordert großes Einfühlungsvermögen und viel Geduld des Falkners, enges Zusammenwirken mit Beizvogel und Jagdhund, artengerechte Pflege und Haltung des Beizvogels ist unerlässlich.

Falknerei

FalknereiFalknerei & Beizjagd

Die Falknerei entstand im Orient oder Asien in grauer Vorzeit und diente dem Nahrungserwerb. Starke Impulse erfuhr die Falknerei durch die Kreuzzüge. Adlige und Kirchenleute frönten der Falknerei. In ihren falknerischen Grundzügen bis in die heutige Zeit gültig sind die Erfahrungsberichte des Hohenstaufenkaisers Friedrich II. (1194 - 1250). Sein Werk, "de arte venandi cum avibus" (Die Kunst mit Vögeln zu jagen), gilt als das Standardwerk zur Falknerei.

Heute erfüllen Falknerei und Beizjagd vielfältige Aufgaben:

  • Erhalt eines gesunden, dem Lebensraum angepassten Wildbestandes
  • Erzeugung von wertvollem, naturbelassenen Wildbret
  • Aufklärung der Öffentlichkeit zur Funktion der Greifvögel im Naturhaushalt und Sensibilisierung für den Natur- und Artenschutz
  • Fachgerechte Pflege und Auswilderung verletzter Greifvögel
  • Know-how für Nachzucht und Wiederansiedelung gefährdeter Arten
  • Erhalt und Pflege eines anerkannten Weltkulturerbes
  • Wildtiermanagement: Vergrämung und Bestandsreduktion in sensiblen Bereichen (z.B. Kaninchenbejagung im Siedlungsgebiet, Gewährleistung der Flugsicherheit auf Flughäfen, Vermeidung von Schäden in der Land- und Teichwirtschaft)

Artenschutz

Natur- und Artenschutz Bayerischer Beizjägerverband e.V.

Je sorgloser der Mensch in die Natur durch Zersiedelung und industrielle Landwirtschaft eingreift, umso mehr trägt er zum Verschwinden von Pflanzen- und Tierarten bei. Die fortschreitende Verarmung der Landschaft und Zerstörung der Lebensräume durch eine Reihe von Zivilisationsfaktoren beeinflussen die Ökosysteme und die Folge ist, dass Greifvögel wie Seeadler, Fischadler, Weihen, Steinkauz, Uhu und deren Beutetiere im Bestand bedroht sind.

Angesichts dieser Tatsachen wurden Schutzprogramme erarbeitet, wie das Washingtoner Artenschutzprogramm und das Bundes- Naturschutzgesetz. Es wurden alle erdenklichen Mittel eingesetzt, um die Restbestände der vom Aussterben bedrohten Greifvögel zu erhalten. Jahrelang wurden Seeadler- und Wanderfalkenhorste von Ornithologen, Falknern und Jägern rund um die Uhr bewacht, um die Eier, bzw. Jungvögel vor Fotografen, Eier- und Jungvögelräubern zu bewahren. Man bemühe sich, Greifvögel durch Gefangenschaftszucht zu vermehren, um stark bedrohte Greifvogelarten durch Auswilderungsaktionen wieder der Natur zuzuführen. Beim Wanderfalken, der vor wenigen Jahrzehnten in Deutschland fast ausgestorben war, zeigten diese Maßnahmen Früchte. Mittlerweile ist der Wanderfalke nicht mehr im Bestand bedroht.

Falkner gewährleisten mit ihrer hohen fachlichen Ausbildung wertvolle, ehrenamtliche Dienste bei der Pflege und Auswilderung wilder Greifvögel.

Warum wir Falkner sind

Warum wir Falkner sind Bayerische Beizjäger

Auf die Frage, was Falknerei ist, könnte man sagen: „Falknerei ist die Haltung, Zucht, Pflege und das Abtragen von Greifvögeln zum Zweck der Beizjagd auf freilebendes Wild“. Das ist zwar richtig, aber doch ist diese Definition viel zu kurz gegriffen.

Für jeden Falkner haben die Falknerei, der Umgang mit Greifvögeln und die Ausübung der Beizjagd eine eigene, individuelle Bedeutung. Aber eines steht fest: Falknerei ist mehr als eine eigenartige Form der Tierhaltung oder eine altmodische Facette der Jagd. Sie ist kein Hobby, keine Freizeitbeschäftigung, kein historisches Event und keine gewinnbringende Showeinlage.

Die Faszination der Falknerei entsteht durch Stimmungen, Gefühle und einzigartige Momente:

  • Der unbeschreibliche Moment, in dem sich das Falkenküken aus dem Ei kämpft und den Züchter damit für seine jahrelangen, oft vergeblichen Mühen entschädigt.
  • Die Höhen und Tiefen, die der Falkner durchlebt, wenn der junge Beizvogel an seine ersten Jagderfolge herangeführt wird.
  • Die ständig wechselnde, angespannte Mimik des Beizhabichts, der jedes Knacken der gefrorenen, glitzernden Schilfstengel beobachtet, während der Jagdhund unter der untergehenden Wintersonne versucht, einen Fasan zu finden.
  • Das zischende Geräusch des kleinen Falkenterzels, der aus großer Höhe herabstößt, mit einem dumpfen Schlag das Rebhuhn sofort tötet und eine Federspur am Himmel hinterlässt.

Wir sind Falkner aus Leidenschaft, die Beizjagd ist für uns Passion, der Umgang mit Greifvögeln, die Sorge um das Wild und seinen Lebensraum sind unser Lebensinhalt. Falkner zu sein ist das Privileg, Teil der Natur zu sein und das seit Jahrmillionen bestehende, jede Sekunde stattfindenden Wechselspiel von Räuber und Beute, Leben und Tod, der ständigen Erneuerung, aus erster Hand zu erleben und zu begreifen.

Kontakt

Kontakt Bayerische Beizjäger

Bayerischer Beizjäger Verband e.V.
2. Vorsitzender
Josef Pfeuffer
Raiffeisenstr. 5
97520 Röthlein

E-Mail: info@bbv-beizjagd.de